Zurück zur Startseite
Voriges Kapitel Botanische Begriffe A..K
Folgendes Kapitel Botanische Familien
PDF lesen

BOT. BEGRIFFE L..Z

 
Kleines botanisches Wörterbuch

L.. Q.. V..
M.. R.. W..
N.. S.. XYZ..
O.. T..
P.. U..

Begriff Kurze Erläuterung

L
Labellum, Labium Lippe. Hinteres Blumenkronblatt des inneren Perigonkreises
labiatus lippig
lact- milch-
lacuna Vertiefung, Lücke
Lamina Scheibe, Platte, Blattspreite
laminale Placentation: flächenständige Anordnung der Samenanlagen am Fruchtblatt
länglich Spreite 3..6-mal so lang wie breit, parallele Ränder
Langtagpflanze Arten, die bei mehr als 14 Stunden Licht Blüten bilden
Langtrieb Spross mit entfernt stehenden Blättern, gestreckte Internodien
lanzettlich Spreite nach beiden Seiten verschmälert, 3..6-mal so lang
wie breit, Enden zugespitzt
lasi- -zottig, rauh-
lateral seitlich, von der Mitte abgewandt
lati- breit-
Laubblatt der Assimilation dienendes Blatt
lecto- sammel-
lederig Spreiten derb, saftarm, kaum welkend
Legumen Hülse
leierförmig Spreite fiederlappig bis fiederschnittig, große Endabschnitte
lei-, leio-, li-, lio-, liss-, lisso-: glatt-
Leitbündel Gewebebündel aus dem wasserleitendem Xylem und dem stofflei-
tenden Phloem. Sie können konzentrisch, kollateral oder ra-
dial angeordnet sein
Leitbündelscheide Hülle um Leitbündel, in der Sprossachse Sklerenchym, in Blatt-
spreiten Parenchym
Leitparenchym Gewebe für den Assimilattransport
Lentizellen Korkwarzen in Rinden zum Gasaustausch
lepid-, lepido- schuppen-
lepto- dünn-, schmal-
Leptom Teil der Leitbündel, aus Siebröhren, Kambium, Phloemparenchym
letal tödlich
leuc-, leuco- weiß-, glänzend-
Leukoplasten farblose, noch undifferenzierte Plastiden
Lichtkeimer Samen dieser Arten brauchen in gequollenem Zustand Licht zum
Keimen
liegend niedergestreckt, auf dem Boden liegend, nicht wurzelnd
ligno- holz-
Ligula zungenförmiges Blatthäutchen, Anhängsel an der Übergangsstel-
le zwischen Spreitenoberseite und Scheide
limn- sumpf-
linealisch Spreite schmal, mit parallelen Rändern
Linie genetisch identische Nachkommenschaft
Lipochondrien fetthaltige Zellorgane
litho- stein-, fels-
-lix -fädig
loculicid wenn sich eine Spaltkapsel entlang der Mittellinie der Frucht-
blätter öffnet
loculus Kapsel, Büchse
locus Ort, Stelle
Lodiculae Schwellkörper in Gräserblüten. Durch Anschwellen wird die
Blüte leichter geöffnet
-log, -logie Wort, Rede, Lehre
long-, longi- lang-
loph-, lopho- kamm-, schopf-
lox-, loxo- schief-
Lumen Zellraum, Innenraum der Zelle, lichte Weite
lutei-, luteo-, luteus: gelb-
lyso-, -lyse Auflösung, Trennung
Lysosomen Vesikel an Dictyosomen, die hydrolytische Enzyme enthalten,
Orte des hydrolytischen Abbaus von Makromolekülen

Zum Anfang dieses Kapitels
M
macr-, macro-, makr-: groß-, lang
malac-, malacho- weich-
marginale Placentation: randständige Anordnung von Samenanlagen am Fruchtblatt
Mark medulla, Grundgewebe im Leitbündelring
Markstrahl meist Parenchym zwischen den Leitbündeln, Richtung radial
mas, masculus männlich
mastigo- peitsche-
Matrix bei Mitochondrien der von innerer Hüllmembran umschlossene
Raum, synonym mit Stroma
median in der Medianebene selbst gelegen
Medianebene teilt einen Körper in zwei gleiche Hälften
medioximus mittelständig
mega-, megalo- groß-, übergroß, stark
meio- kleiner, weniger
Meiose Reifeteilung mit Reduktion des Chromosomenbestandes, wobei
aus einer diploiden Zelle vier haploide Tochterzellen ent-
stehen
mela-, melan- schwarz-
meli- Honig-
-mena -haut
-meris, mero-, -merie -teilig, -gliedrig
Meristem Bildungs- oder Teilungsgewebe
Meristemoide potentiell teilungsfähige Zellgruppen oder Einzelzellen
meso- mitten-, mittlerer
Mesokarp Mittelschicht der Fruchtwand, von fleischig bis faserig
Mesophyll Palisaden- und Schwammparenchym inmitten des Blattes
Mestom Vereinigung von einem oder mehreren Leptom- und Hadromsträn-
gen zu einem Strang
-mestris -monatig
meta- nach, Veränderung, Wechsel
Metandrie die weiblichen Geschlechtsorgane reifen vor den männlichen
Metaphase Phase bei der Mitose
Metatopien Verlagerung der Achselknospe auf das Blatt oder Internodium
Metaxylem primäres Xylem, das nach erst nach dem Längenwachstum aus-
differenziert wird
metr- Maß, Maßstab
Micellen Elementarfibrillen
micr-, mikro- klein-
Mikropyle Öffnung zwischen den Integumenten über dem Nucellus der Sa-
menanlage
Mikrotubuli röhrenförmige Fäden in der Zelle, die Stofftransporte vor-
nehmen
mito- faden-
Mitochondrien Organellen in der Zelle mit eigener DNA. Die innere der bei-
den Hüllmembranen ist zur Vergrößerung der reaktiven Ober-
fläche in Scheiben (Cristae) oder Röhren (Tubuli) gefaltet
Mitose indirekte Kern- oder Zellteilung mit dem Auftreten von Chro-
mosomen, die sich gleichmäßig auf die Tochterzellen verteilen
Mittellamelle erste Zellwand, die bei der Mitose in der Äquatorialebene
aus Pektinstoffen und Hemicellulosen angelegt wird
mittelständig der Fruchtknoten ist teilweise in die becherförmige Blüten-
achse eingesenkt
mixis Vermischung, Begattung
mon-, mono-, mona- einzeln-, ein-, allein
Monochasium zymöser Blütenstand, nur ein Seitenspross entwickelt sich
monogyn eingriffelig
monokarp in jeder Blüte nur 1 Stempel aus 1 Fruchtblatt
monokotyl einkeimblättrig
Monopodium, monopodial: echte Sprossachse, einem Vegetationspunkt entspringend
monosom dem diploiden Satz fehlt ein Chromosom, 2n-1
monözisch einhäusig. Männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze
vorkommend
Morphologie Lehre von der äußeren Erscheinung, Gestalt bzw. Form
-morphus, morpho- -gestaltig
muco- schleim-
mult-, multi- viel-, reich-
Mutagen Mittel zur Auslösung erblicher Veränderungen
Mutation sprunghafte erbliche Änderung der Nachkommen
-myces, myc(et)- -pilz
myio- fliege-
myko- Pilz
Mykorrhiza Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzen(-wurzeln)
myro- balsam-
myxo- schleim-
Myxotesta Samenschale mit verschleimenden äußeren Zellschichten
Myzel Hyphengeflecht der Pilze

Zum Anfang dieses Kapitels
N
Nabel Hilum. Die Stelle, an der die Samenanlage dem Samenstiel
(Funiculus) oder der Placente andockt
Nacktsamer Gymnospermae. Fruchtblatt umschließt nicht die Samenanlagen
nadelförmig Spreite starr, sehr schmal, gleich breit
Nagel Unguis. Stielartig verschmälerter basaler Teil von vielen
Blütenkronblättern
Nährgewebe Speichergewebe in den Samen
nan(n)o- Zwerg
Narbe Stigma. Ende der Fruchtblätter zur Aufnahme des Pollens
Nebenblätter Stipel. Paarige Erweiterungen des Blattgrundes
Nekrose Absterben
Nektarien Gruppen von Drüsen, die zuckerhaltige Säfte ausscheiden
nema(to)- faden-
neo- neu-
Nervatur Leitbündelsystem der Blattspreite. Netznervatur bei Dikoty-
len, Parallelnervatur bei Monokotylen, offene Nervatur bei
Farnen und Nacktsamern
netznervig von Hauptnerven zweigen immer feinere Seitennerven ab
neur-, neuro- nerven-, ader-
nickend an der Spitze bogig heruntergeneigt
Niederblatt Blatt an Stengelgrund, unterirdischen Teilen, Knospen. Schup-
penartig, nur vom Unterblatt gebildet; z.B. Speicherblätter
der Zwiebeln
nierenförmig Spreite rundlich bis quer elliptisch, Einschnitt zwischen
zwei Lappen
Nodus Knoten
nomo- sitte-, regel-
notho- schein-, unecht-
Nucellus zentraler Teil der Samenanlage der Samenpflanzen, in dem sich
der Embryosack entwickelt
Nucleus Zellkern
nud-, nudi- nackt-
Nuss Nux, trockene, meist einsamige Schließfrucht mit hartem Peri-
karp (Fruchtwand)
Nüsschen Einzelfrucht einer Sammelnussfrucht
Nutationen autonome Wachstumsbewegungen besonders bei suchenden Ranken
nyct-, nycto- nacht-

Zum Anfang dieses Kapitels
O
ob- verkehrt-, ab-, vor-, dagegen
Oberblatt oberer, pfriemartiger Teil des Blattprimordiums, der sich in
Spreite und Blattstiel differenziert
oberständig Blüte: Gynözeum höher als andere Blütenteile (Perianth und
Staubblätter)
obtus-, obtusi- stumpf-
ochr-, ochro- ocker-, blassgelb-
Ochrea Tute, häutige Scheide am Grunde des Blattstiels
oct-, octi-, octo- acht-
-odont -zahn
Öhrchen von der Blattspitze weggerichtete, oft den Stengel umfassende
Anhängsel
öko-, oeco- haus-
Ökologie Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen Pflanze und Stand-
ort
oleo- ölig
olig-, oligo- wenig-
-olus Verkleinerungssilbe
ombro- regen-
omphal-, omphalo- Nabel
onco- wulst-
onto- das Seiende
Ontogenese gesamter Entwicklungsgang eines Individuums von der Eizelle
bis zur Reproduktion
-onym -namen
oo- Ei-
opistho- hinten
-opos, -opsis -gesicht
oppositi- gegenständig
oreal zum Gebirgswald gehörig
organo- Organ, Werkzeug
Organellen abgegrenzte Teile in einer Zelle
Organographie Lehre vom Bau pflanzlicher Organe
ornitho- Vogel-
orth-, ortho- gerad-, aufrecht, richtig
Orthostichen Längszeilen der Blattansätze am Spross
orthotrop senkrecht zu etwas stehend
Osmose Diffusion von Wasser durch Membranen
-osus -reich
Ovarium Fruchtknoten
oxy- spitz-

Zum Anfang dieses Kapitels
P
pachy- dick-
paedo- kind-
paläo- alt-, ehemalig
Paleae Spreublätter der Korbbblütler, aber auch obere Spelzen der
Gräser
Paläobotanik Lehre von Pflanzenentwicklungen der früheren Erdgeschichte
palin- zurück, rückwärts
Palisadenparenchym Assimilationsparenchym im Mesophyll der Blattspreite, Zellen
senkrecht zur Spreitenebene gerichtet
palu- sumpf-
Palynogramm schematische Darstellung von Pollenformen
pan-, panto- alles
Panmixie zufallsmäßig bedingte Mischung von Erbanlagen, freie Paarung
Pappus haarförmig umgebildeter Kelch
para- neben-, beiderseits, bei, hin, hinzu, außer, nach, gegen,
darüber hinaus, entlang
parakarp ein verwachsenblättriger, hohler Fruchtknoten
parallelnervig streifennervig bei schmalen Blättern, evtl. schwach gebogen
Parasiten "Mitesser", Schmarotzer
Paratypus Gesamtheit der nichterblichen Merkmale
Parenchym das "Danebengegossene", Füllsel. Grundgewebe oder Füllgewebe,
wenig differenziert. Es gibt Speicher-, Assimilations-,
Durchlüftungs- und Leitparenchyme
pari- paarweise
pariet- wand-
parth-, partheno- jungfräulich, Jungfrau
-partitus -teilig
parvi- klein
-pathie, patho- Leiden, krankhafter Zustand
pauci- wenig-, arm-
ped-, pedat-, pedi-, -pes: Fuß-, -füßig
pelt-, pelti-, pelto-: schild-
pent-, penta- fünf-
per- sehr, durch, hindurch
perenn, perennierend: ausdauernd, beständig
peri- um-, herum-, rings-
Perianth doppelte Blütenhülle aus Kelch- und Kronblättern
Periderm Korkgewebe, gegliedert in den Kork (Phellem), Korkkambium
(Phellogen), Korkrinde (Phelloderm)
Perigon einfache Blütenhülle, kronartig oder kelchartig
Perikarp Fruchtwand
periklin Orientierung der Zellwände parallel zur Organoberfläche
Perisperm Nährgewebe der Samen
Peroxisomen Organellen mit dem Enzym Katalase
Perzeption Reizaufnahme
Petalen Blütenkronblätter, Blumenblätter
Pfahlwurzel dominante, positiv geotrop wachsende Hauptwurzel
pfeilförmig Spreite schmal dreieckig, am Grund zwei Seitenlappen sten-
gelwärts
pfriemlich Spreite starr und sehr schmal, in feine Spitze auslaufend,
nadelartig
phaen-, phaeno- sichtbar, erscheinen
Phaeoplasten gelbbraune Plastiden der Braunalgen
phanero- sichtbar
Phänologie Lehre vom jahreszeitlichen Ablauf der Lebenserscheinungen
Phänotypus Gesamtheit der Erscheinungsmerkmale eines Organismus
phaeo- schwärzlich, braun
Phase Entwicklungsstufe
Phellem Kork
Phelloderm Korkrinde
Phellogen Korkkambium
Phelloid unverkorkte Bereiche im Kork
phil-, philo- freund-, -liebe
Phloem äußerer Teil des Leitbündels aus Siebröhren und Bastzellen
-phob Furcht
phor-, -phor tragen
photo- Licht
Photosynthese Umwandlung von Licht in chemische Energie (Glucose)
Phototropismus Wuchs in Richtung des Lichts
Phragma Scheidewand, Zaun
phyko- Alge, Tang
phyllo- blatt-
Phyllocladien Kurztriebe, die Funktionen von Blättern übernommen haben
Phyllodien zu Assimilationsorganen umgebildete Blattstiele
phylo- Stamm, Familie
Phylogenie Lehre von der stammesgeschichtlichen Entwicklung
Phyllom Blatt im allgemeinen Sinne
phys-, physo- blasen-, -blase, Wuchs, natürliche Beschaffenheit, Natur
phyto- Pflanze-
Phytochrom System, das Entwicklungsprozesse abhängig von der Lichtfre-
quenz aktiviert
Phytohormone Pflanzenhormone, Botenstoffe
Phytopathologie Lehre von den Pflanzenkrankheiten
picr- bitter
pinn-, pinnati- fieder-, -gefiedert-
Placenta Samenleiste
plagio- schief, schräg
plano- umherrirrend
plasm- Gestalt, Gebilde
Plasmalemma Membran, die den Protoplasten über Plasmodesmen mit den Memb-
ranen der Nachbarzellen verbindet
Plasmodesmen Brücken zwischen Zellen, feine Kanäle, darin mit Plasma ge-
füllter, zentraler Strang (Desmotubulus) zu den Membranen
des endoplasmatischen Retikulums
Plasmogamie Verschmelzung der Gameten über das Plasma, z.B. Ei- und Sper-
mazelle
Plasmom Gene der Plastiden
Plastiden Organellen mit doppelter Hüllmembran und eigener DNA. Ent-
wicklung aus Proplastiden, Spezialisierung zu Amylo-, Chloro-,
Chromo-, Leuko- oder Proteinoplasten
plasto- gebildet, geformt
Platte Lamina. Der Blattspreite entsprechender flächiger Teil eines
Kronblattes, das am Grund in einen Nagel ausläuft
Plattenkollenchym Kollenchym unter der Epidermis, dessen Tangentialwände durch
eine Verdickungswand verstärkt sind. Radialwände bleiben un-
verdickt
platy- breit-
Platycladien abgeflachte, grüne Langtriebe mit Blattfunktion zur Anpassung
an Trockenbedingungen
Plazenta Bildungsgewebe an Sporophyll oder am Fruchtblatt, aus dem
sich Sporangien bzw. Samenanlagen entwickeln
plectr-, plectro- sporn-
pleio-, plio- voll-, viel-, mehr, häufiger
Pleiochasium vielgabelige, zymöse Trugdolde (z.B. Holunder)
plekto- geflochten
pleo-, pleon- voll-, satt-, gesättigt
plesio- nahe bei
pleuro- Körperseite, Rippe
plex- -fach, -fältig
Plumula Keim- oder Stammknospe des Embryos, Teil des Keimsprosses
plurienn Gewächse, die mehrere Jahre bis zur Fruchtung brauchen und
dann absterben
pod-, podo-, -podium, -podus: fuß-, -füßig, stiel-
pogo-, pogon- bart-, -bärtig
Polkerne im Embryosack der Bedecktsamer sind es die beiden zentralen
Kerne vor der Vereinigung zum sekundären Embryosackkern
pollakanth Pflanze schließt mit der ersten Samenbildung Entwicklung nicht ab
Pollen Blütenstaub, Gesamtheit der Pollenkörner einer Pflanze
poly- viel-, reich-
Polygenie ein Merkmal wird durch mehrere Gene bestimmt
Polykarpium Frucht aus mehreren verwachsenen Fruchtblättern gebildet
Polyphaenie ein Gen beeinflusst mehrere Merkmale
Polyploidie Vervielfachung des Chromosomenbestandes einer Zelle
poro-, porus- poren-, -porig, loch-, Durchgang
prae- vor
Primärblätter Blätter am ersten Knoten über den Keimblättern
primäre Rinde vom Apikalmeristem angelegtes Gewebe außerhalb des Zentral-
zylinders in Spross oder Wurzel
primäres Dickenwachstum: scheitelnahes Verstärkungswachstum durch Parenchym
Primärwand Zellwand der wachsenden Zelle aus Pektinstoffen, Hemicellulo-
sen und Cellulose-Mikrofibrillen
Primärwurzel Hauptwurzel
Primordium scheitelnahes, noch undifferenziertes Gewebe, das aus der
Tunica hervorgeht. Anfangsentwicklungsstadium eines Blattes
pro- vor, für
Prokambium Stränge meristematischer Zellen aus dem Vegetationskegel he-
raus. Später entstehen daraus die Leitbündel
Prokaryonten Organismen ohne echten Zellkern und ohne Mitochondrien oder
Plastiden (z.B. Bakterien, Blaualgen)
Prophase erste Phase bei der Mitose
Prosenchym Dauergewebe, Fasergewebe, Leitungsgewebe
protandrisch Blüten, bei denen die Staubblätter vor den Narben reifen
prot(er)o- erster, vor-, früherer, älterer, vorderer
Protoderm scheitelnahe, äußere, teilungsfähige Zellschicht, die dann
die Epidermis bildet
Protofilamente Stränge aus Tubulinelementen, die Mikrotubuli aufbauen
protogyn Blüten, bei denen die weiblichen Anlagen vor den männlichen reifen
Protoplast Protoplasma, alle lebenden Bestandteile der Zelle wie Membra-
nen, Grundzytoplasma und Organellen
Protoxylem zuerst angelegte Tracheiden im wachsenden Organ
proximal nächst-, benachbart. Gegensatz: distal
pseud-, pseudo- schein-, falsch-, unecht
Pseudanthium Scheinblüte; Blütenstand mit dem Eindruck einer Einzelblüte,
oft durch strahlige Randblüten/Zungenblüten oder Hochblätter
psilo- nackt-, kahl-
psychrophil kühleliebend (um +10 °C)
pteris-, -pterus, ptero-: farn-, -flügelig
Pulpa fleischiger, saftiger Anteil der Fruchtwand, vom Mesokarp
oder Endokarp herrührend
pykno- dicht, stark
Pyrenoide Stärkeherde bei Algen, Moosen, Farnen. Abgerundete Ausstül-
pungen an den Phaeoplasten der Braunalgen, an der Außenseite
lagert sich Stärke an
Zum Anfang dieses Kapitels
Q
quadri- vier-
Quertracheiden unregelmäßig gestaltete, kurze Tracheiden in den Holzstrahlen
der Nacktsamer mit Hoftüpfeln für radialen Wassertransport
-queter, -quetra, quetrum: -schneidig, -eckig
quinque- fünf
quirlig wirtelig, drei oder mehr Organe an einem Knoten

Zum Anfang dieses Kapitels
R
racemös, razemös Blütenstände mit dominanter Hauptachse, Verzweigung monopo-
dial. racemus = Traube
radiär, radial Blüte strahlig, symmetrisch in mindestens 3 Ebenen
Radix Wurzel
ram-, rami-, ramos- verzweigt, ästig
Ranke umgebildete Sprossachsen oder Blätter zu dünnen, reaktiven
Organen, die zur Verankerung des Sprosses dienen
Raphe Naht, Samennaht
-raphis, raphi- nadel-
rautenförmig ein auf der Spitze stehendes Viereck
reitend Spreite mit stark gefalztem Grund den Stengel einschließend
rezessiv überdeckt, die rezessive Erbanalage wird durch das dominante
allele Gen überdeckt
Rhachis, Rachis "Spindel", "Rückgrat", Mittelrippe eines Fiederblattes
rhexigen Interzellularräume, die durch zerrissene Zellen entstehen,
die von stärker wachsendem Gewebe umgeben sind
rhin-, rhino-, -rhinus: -nase, -nasig
rhiz-, -rhizus, wurzel-
Rhizobium Knöllchenbakterium
Rhizodermis Abschlussgewebe der Wurzel ohne Cuticula, für Wurzelhaare
Rhizom Wurzelstock, oft horizontaler Speicherspross mit Wurzeln
rhod-, rhodo- rosen-, rosenrot-
rhombisch rautenförmig
rhynch-, rhyncho-, rynch-, ryncho-: schnabel-, rüssel-
Ribosomen Makromoleküle aus RNS in den Zellen zur Proteinsynthese,
angelagert an Membranen des endoplasmatischen Retikulums, in
Chloroplasten, Mitochondrien oder frei im Zytoplasma
Rinde Cortex. Peripher gelegenes Achsengewebe
Rindenparenchym äußeres Parenchym des Sprosses und der Wurzel
Ringtracheide Tracheide mit ringförmigen Wandverdickungen; zuerst im Proto-
xylem ausgebildet, da die Ringe die Zellstreckung nicht be-
hindern
rinnig Spreitenquerschnitt u- oder v-förmig
Rispe Blütenstand mit verzweigten Nebenachsen an einer Spindel,
zusammengesetzte Traube oder traubiger Blütenstand, dessen
Nebenachsen ebenfalls Trauben bilden
RNA, RNS Ribonukleinsäure
röhrig Spreite binsenartig, rund, hohl
Rosette Spross mit gestauchten Internodien, damit dichtstehenden
Blättern
Rübe Verdickung der Hauptwurzel einschließlich Sprossbasis
ruber, rubra, rubrum: rot
ruf-, rufi-, rufo- fuchsrot
rundlich Blattspreite fast kreisrund, eher länger als breit

Zum Anfang dieses Kapitels
S
Sagittalebene Ebene parallel zur Medianebene (sagitta = Pfeil)
Samen Semen. Verbreitungsorgan mit ruhendem Embryo, Nährgewebe
und Samenschale
Samenanlage besteht aus Stiel (Funiculus), Hülle aus Integumenten und
zentralem Nucellus mit dem Embryosack
Samenmantel Arillus
Sammelfrucht aus apokarpem Gynoeceum entwickelt, danach Verwachsung (z.B.
Sammelstein-, Sammelbalg-, Sammelnussfrüchte)
sapro- verfault
sarco- fleisch-
Sarcotesta fleischige, äußere Schicht der Samenschale
Scapus Schaft zum Blütenstand
scaph-, scapho- hohl-, -grubig, Graben, Kahn, Mulde
Schaft Stengel ohne Blätter (höchstens Schuppenblätter)
Scheinachse Sympodium. Der jeweils oberste Seitenast übernimmt die Spitze
Scheinfrucht Frucht, an deren Bildung außer dem Fruchtknoten noch andere
Organe beteiligt sind
scheinquirlig durch starke Verkürzung des Stengels quirlig erscheinend
schisma-, schist- spalt-
schizo- gespalten
Schlauch Ultriculus. Deckblatt, das den Fruchtknoten/Frucht umgibt
schildförmig Spreite kreisrund, unten in der Mitte gestielt
Schließfrucht öffnet sich in der Reife nicht, fällt insgesamt ab
Schote Siliqua. Mehrsamige Kapselfrucht, oft mit Scheidewänden,
klappig öffnend, etwa 3-mal so lang wie breit
Schraubel Bostryx. Monochasium-Blütenstand
schrotsägeförmig Spreite fiederlappig..fiederteilig, dreieckige Abschnitte
schuppenförmig Spreite kurz, breit, anliegend
Schwammparenchym große Interzellularen fördern den Gasaustausch zwischen der
Atmosphäre und dem Mesophyll
schwertförmig Spreite seitlich flach, Schneide zum Stengel gerichtet
sciad-, sciado- -schirm
sclero-, sclerus hart, trocken, knorpelig
Scutellum einzelnes schildförmiges Keimblatt in Karyopsen
Seitenwurzeln Nebenwurzeln an Xylemstrahlen der Hauptwurzel
Sekretgänge Kanäle für Sekrete aus Drüsenepithelzellen
Selbstinkompatibilität: Selbststerilität von Zwitterblüten und monözischen For-
men zur Verhinderung der Selbstbestäubung (Unterdrückung der
Pollenschlauchentwicklung in Narbe und Griffel)
-sema, semo- -fahne, -zeichen, Merkmal
semi- halb-
semper- immer-
Senker Absenker, Jungpflanze aus vorjährigen Seitentrieben
Sepalen Kelchblätter der Blütenhülle (Perianth) bei Zweikeimblättrigen
septizid Öffnungsform einer Spaltkapselfrucht, es öffnen sich die
Fruchtblätter an der Verwachsungsnaht
septiert durch Querwände unterteilt
Septum Gehege, Schranke
Sichel zymöser Blütenstand, bei dem immer ein Seitenzweig das Ver-
zweigungssystem (einseitig) verlängert: Monochasium
Siebplatte Querwand zwischen Siebröhren
Siebröhre Teil der Leitbündel; große, kernlose Leitelemente des Phloems
Siliqua Schote
sipho(no)- Röhre, Schlauch
Siphonogamie Befruchtung durch einen Pollenschlauch
sitzend ungestieltes Organ
sklero- hart, spröde, trocken
Sklerenchym Festigungsgewebe aus dickwandigen, verholzten, toten Zellen
Sklerotesta verholzte Schicht der Samenschale
Sklerotium Dauermyzel von Pilzen
-soma(to) -leib, -körper
soro- haufen-
Spadix Blütenkolben
spalterbig heterozygot
Spaltfrucht mehrsamige Schließfrucht, bei Reife in einsamige Teilfrüch-
te zerfallend
Spaltöffnung Stoma, Öffnung in der Epidermis zum Gasaustausch, mit
Eisodialöffnung zum Vorhof des Apparates
spatelförmig, spatelig: Spreite im oberen Drittel am breitesten, Spitze abge-
rundet, nach dem Grunde konkav schmaler
Spatha Blütenscheide, Hochblatthülle eines Blütenstandes
Species, Spezies Art
Spelzen Hüll-, Deck- und Vorblätter im Ährchen der Gräser
spermato-, -spermie Samen, Saat
Spermatophyta Samenpflanzen
sphen-, spheno- keil-
Spica Ähre, Spicula = Ährchen
spießförmig Spreite schmal dreieckig, am Grunde mit zwei abstehenden
Seitenlappen
Spina Dorn, Stachel
Spindel Rhachis, Mittelrippe eines Fiederblattes
spir-, spiro- dreh-, spiralig-, gewunden
Spirre Anthela. Trichterrispe, Rispe mit verlängerten unteren Sei-
tenästen, Blüten trichterförmig angeordnet
Splint äußeres Holz aus jüngsten Jahresringen, Wassertransport
spondyl-, sphond- wirbel-
-sporie Säen, Same
Sporangium Sporenbehälter aus sterilen Wandzellen, umschließt Meiosporen
Sporen ungeschlechtliche Fortpflanzungszellen
Sporophyt diploide, bei den Gefäßpflanzen in Organe differenzierte Ge-
neration innerhalb des Generationswechsels; bildet Sporen

Sport nach Mutation selbständige Neubildung
Spreite der flach ausgebreitete Teil des Blattes
Spreizklimmer kletternd durch abstehende Organe
Spreublätter rückgebildete Deckblätter an Einzelblüten
Springfrucht, Streufrucht: Bei Reife sich öffnend und Samen freigebend
Spross aus Sprossachse und Blättern
sprossbürtig seitlich der Sprossachse entspringend
Sprossdorn spitzes Ende eines beblätterten Sprosses
Sprossknolle Speicherorgan der Sprossachse
Sprossranke zu einer Ranke umgebildete Sprossachse
Squamae Schuppen
Stachel Aculus, spitzer Auswuchs aus Oberhaut oder Rindengewebe
stachy- ähren-, -ährig
Staminodien pollenlose, unfruchtbare Staubblätter
starr, steif unelastisch, wenig biegsam
stasi- (still)stehen
Staubblätter Stamina. Bilden die Pollenkörner (Mikrosporen). Sie bestehen
aus einem Stiel (Filament) und Staubbeutel (Anthere) aus zwei
Theken, die wiederum zwei Pollensäcke enthalten
Stauden ausdauernde, wiederholt fruchtende, krautige Pflanzen, die
oberirdisch wenig Holzgewebe ausbilden
stego- Decke, Dach
Steinfrucht Drupa, Frucht mit einem äußeren fleischigen und einem inneren
erhärteten Fruchtwandteil; einsamige Schließfrucht
Steinzellen isodiametrische Sklerenchymzellen mit verzweigten Tüpfelka-
nälen, verholzter Zellwand und abgestorbenen Protoplasten
Stele Zentralzylinder der Sprossachse mit Leitbündel, Mark, primä-
ren Markstrahlen und Perizykel
-stemon -faden
Stempel Pistillum. Gehäuse, das die Samenanlage bedeckt
sten-, steno- schmal-, dünn
stengelumfassend Spreitengrund umfasst den Stengel
stephano- kranz-
Stereom Gesamtheit der festigenden Zellen und Gewebe
steril unfruchtbar
-stichus -reihig, -zeilig, Reihe, Linie
Stigma Narbe
stielrund zylindrisch, Querschnitt kreisrund
Stipulae Mz. Stipeln, Nebenblätter an der Basis des Blattstiels
Stolonen Ausläufer; horizontal wachsende Seitensprosse, die ober- oder
unterirdisch wachsen
Stoma Spaltöffnung, Mehrzahl: Stomata
stom(at)o- mund-
Strauch Holzgewächs, Verzweigung schon aus der Basis
streifennervig zahlreiche gleichstarke Nerven ohne Verzweigung bis zur Spitze
strept-, strepto- dreh-, gedreht
Strobilus Zapfen der Koniferen; Sporophyllstand bei Farnen, Schachtel-
halmen
Stroma farblose Grundmasse der Plastiden, eventuell sind Pigmente
eingelagert
stromato- lager-
Strunk verdickter Stengel krautiger Pflanzen
stumpfkantig Kanten abgerundet
styl-, stylo- griffel-, -griffelig
sub- fast, etwas, schwach, unter-
Suberin fast wasserundurchlässige Korkstoffe als Verdunstungsschutz
Suffrutex Halbstrauch
Sukkulenz Vergrößerung parenchymatischer Gewebe zur Wasserspeicherung
Suspensor Embryoträger, der den Embryo ins Nährgewebe schiebt
sym-, syn-, syl- zusammen, mit
Symbiose Zusammenleben verschiedener Organismen zum Vorteil beider
Partner, Ernährungsgemeinschaft
symphy- vereint, zusammengewachsen
Symplast Gewebebereich der durch Plasmodesmen verbundenen Protoplasten
Sympodium Scheinachse, aus Seitensprossen zusammengesetzt. Die Seiten-
achsen sind dominant gegenüber der Mutterachse.
Symport Carrier-Transport zweier Stoffe zugleich durch eine Membran
synapto- verbunden, verknüpft
Synergiden "Gehilfinnen", die beiden Nachbarzellen der befruchtungsfä-
higen Eizelle im Embryosack
synkarp, coenokarp Gynoeceum der Bedecktsamer, dessen Fruchtblätter verwachsen
sind

Zum Anfang dieses Kapitels
T
taenio-, -tän Band, Binde
taxo- Anordnung, Ordnung
Taxonomie Lehre von der Systematik der Lebewesen, -taxis = -reihe,
Tegument Decke, Überzug
telo- Ende, Ziel
Telophase Phase bei der Mitose
tenui- dünn, zart
Tepalen Perigonblätter
terminal endständig, am Ende
Testa Samenschale, aus früheren Integumenten gebildet
tetr-, tetra- vier-
Textur Oberflächenbeschaffenheit
Thalamus oberes Ende der Blütenachse
Thallus kaum differenzierter, vielfach flächiger Organismus ohne Or-
gane. Wachstum aus einem Scheitelmeristem. Niedere Pflanzen.
-thecium Behälter, Kiste
Theka Antherenhälfte mit zwei Pollensäcken. Die Theken sind mit dem
Konnektiv untereinander und mit dem Filament verbunden
thermophil wärmeliebend
Thigmotropismus gerichtete Pflanzenbewegung z.B. auf einen Berührungsreiz
Thyrse aus Zymen zusammengesetzter traubiger Blütenstand
-tilus -faden
-tomie Schneiden, Schnitt
-tomus -schnittig
-tonie Saite, Spannung
Tonoplast innere Membran zum Stoffaustausch, die den Protoplasten von
den Vakuolen trennt
topo-, -top Ort, Gegend
torti- gedreht-
Torus Blütenboden, oberer Teil der Blütenachse
Tracheen Wasserleitorgane im Xylem bei allen Bedecktsamern, oft mit
charakteristischen Wandstrukturen (Netz-, Tüpfel-)
Tracheiden Leitelemente im Xylem von Nacktsamern und Farnen
trachy- rauh-
Tragblatt Blatt trägt Seitenspross oder Blüte in seiner Achsel
Traube racemöser Blütenstand. Gestielte Blüten an gestreckter Haupt-
achse
tri- drei-; tripl-, triplo-, triplex = dreifach
tricho- behaart, Haar
Trichoblasten Zellen der Rhizodermis, die Wurzelhaare entwickeln
Trichom Haar, Organe des Verdunstungs-, Strahlungs-, Wärmeschutzes
trimonözisch unvollständig einhäusig, auf einer Pflanze, weibliche, männ-
liche und zwittrige Blüten
-trop Richtung
tropho- Ernährung
Tropismus Krümmungsreaktionen auf Schwerkraft, Licht, Wärme, Berührung
Trugdolde Scheindolde, aus Thyrse abgeleitet, blüht aber nicht von
außen nach innen auf
Tubus Röhre, Blütenteil
Tunica die äußeren Schichten des Vegetationskegels der Bedecktsamer,
die sich nur antiklin (senkrecht zur Organoberfläche) teilen.
Bildet die Epidermis und äußeren Rindenschichten
Tüpfel Aussparungen in der sekundären Zellwand. In diesem Kanal bil-
den die Mittellamelle und die Primärwand eine Schließhaut,
die von noch feineren Kanälen (Plasmodesmen) durchbrochen
ist. Es ergibt sich eine plasmatische Brücke.
Turgor osmotisch bedingter Spannungszustand von Geweben.

Zum Anfang dieses Kapitels
U
übergebogen an der Spitze über geneigt bis max. zur Waagerechten
ubiquitär überall verbreitet
-ulus Verkleinerungsform, -chen, -lein
Umbella Dolde
uni- ein-
Unterblatt erster Abschnitt des Blattes, der sich aus dem Primordium
entwickelt; Blattgrund, kann sich zu einer Blattscheide oder
zu Nebenblättern erweitern
unterständig Gynözeum tiefer als andere Blütenteile wie Perianth und
Staubblätter

Zum Anfang dieses Kapitels
V
Vagina siehe Blattscheide
Vakuolen Zellsafträume
Valven Klappen bei Springfrüchten; -valvis = -klappig
Varietät varietas, var. Systematische Kategorie unterhalb der Unterart
Vegetationskegel apikales, kegelförmiges Meristem der Sprossachse
vegetativ ungeschlechtlich
verkehrt-eiförmig Spreite eiförmig, über der Mitte am breitesten
verkehrt-herzförmig Spreite an der Herzspitze gestielt
Vernalisation Anregung der Blütenbildung durch niedrige Temperaturen über
mehrere Wochen
versi- verschieden-
verwachsen mehrere Blätter miteinander verschmolzen
Vesikel bläschenförmige Organellen im Zytoplasma, umgeben von einer
einfachen Membran. Transporteinheiten innerhalb der Zelle.
vicari- stellvertretend
viridi- grün-
Viviparie vegetative Vermehrung in der Blütenregion, "Lebendgebären"
Vexillum Fahne, Blütenkronblatt

Zum Anfang dieses Kapitels
W
wechselständig an jedem Knoten der Sprossachse einzeln entspringendes Blatt
Wickel Cincinnus. Trauben- oder ährenähnlich, aber nur mit Schein-
achse
Windepflanze sich um eine Stütze schraubend, Links- und Rechtswinder
winterannuell einjährig-überwinternd
wirtelig quirlig. Am Stengelknoten zwei oder mehr Blätter
Wurzel Radix. Organ zur Befestigung und Nährstoffaufnahme
Wurzelhaare ausgewachsene Trichoblasten der Rhizodermis, meist einzellig,
unverzweigt. Vergrößerung der Wurzeloberfläche für Wasser-
und Nährstoffaufnahme
Wurzelkletterer mit Haftwurzeln an senkrechten Flächen kletternd
Wurzelknöllchen Gewebewucherungen aus dem Wurzelrindenparenchym durch stick-
stoffbindende Bakterien
Wurzelknollen Verdickungen an sprossbürtigen Wurzeln
Wurzelspross aus einer auslaufenden Seitenwurzel entspringender Spross

Zum Anfang dieses Kapitels
XYZ
xanthinus, xantho- goldgelb-, gelb-
xeno- fremd-
Xenogamie Kreuzbestäubung, Fremdbefruchtung
xero- trocken
Xeromorphie Anpassung der Organgestalt an Trockenbedingungen
Xylem wasserleitender, verholzter Teil eines Leitbündels, meist nach
innen zu liegend. Enthält bei Bedecktsamern Tracheen und
Holzfasern, bei Farnen und Nacktsamern Tracheiden
xylo- holz-

Zapfen Conus, Strobilus. Ähre oder Thyrse mit verholzenden Teilen
Zellorganellen, Organellen: Funktionseinheiten des Stoffwechsels im Protoplasten,
von Membranen umgeben
Zellwand anfänglich aus Polysacchariden gebildete stabile Wand des Pro-
toplasten, in der Mittellamelle und Primärwand Pektinstoffe
und Hemicellulosen, in der Sekundärwand vorwiegend Zellulose
Zentralzylinder Leitbündelgewebe im Stengel
zoidio-, zoo- tier-
Zoidiogamie Spermatozoidbefruchtung bei niederen Pflanzen, Palmfarnen,
Ginkgo
zono- Gürtel
Zoophilie Verbreitung des Pollens durch Tiere
Zungenblüten zygomorphe Blüten mit einseitig verlängertem Saum
zurückgerollt Spreitenquerschnitt an den Rändern nach unten gerollt
zusammengedrückt Querschnitt elliptisch
zusammengerollt Spreitenquerschnitt wie eine Papierrolle
zusammengesetzt Spreite aus mehreren, getrennten Teilen bestehend. Auch
noch so große Teile heißen Blättchen
zweihäusig, diözisch: Die eingeschlechtlichen männlichen oder weiblichen Blüten
befinden sich auf getrennten Individuen
zweischneidig stark abgeflacht mit zwei scharfen Längskanten
zweizeilig in gegenüberliegenden Reihen, am Knoten einzeln entspringend
Zwiebel Bulbus. Knospenähnlicher Spross mit stark verkürzter Achse
zwittrig Blüte mit Staubblättern und Fruchtblättern
zygo- zygos = Joch der Zugtiere
zygomorph siehe dorsiventral
Zygote aus Verschmelzung männlicher und weiblicher Gameten entstehend
Zyme, zymös Blütenstand, bei denen die Hauptachse mit einer Blüte ab-
schließt, von den tieferen Nebenachsen aber überragt wird
Zyste Beutel, Blase. Dauerform bei Trockenheit
Zytode noch nicht in Zellleib und -kern differenzierte Zelle
Zytogenetik Lehre vom Feinbau der Zelle und der Vererbung
Zytologie Zellenlehre
Zytoplasma plasmatische Grundsubstanz der Zelle ohne Zellkern und Plas-
tiden, Protoplasma des Zellleibs

LITERATUR
[1] SCHUBERT, R., G. WAGNER: Pflanzennamen und botanische Fachwörter, Neumann
Radebeul, 4. Aufl. 1967
[2] STÖCKER, F.W., G. DIETRICH (Hrsg.): Brockhaus ABC BIOLOGIE, Brockhaus Leip-
zig 1967
[3] JACOB, F., E.J. JÄGER, E. OHMANN: Kompendium der Botanik, Gustav Fischer
Jena, 2. Aufl. 1983
[4] THROM, G.: Grundlagen der Botanik, Nikol Hamburg, 2. Aufl. 2007

Zum Anfang dieses Kapitels